Was ein Umsonstladen ist
Ein Umsonstladen sieht auf den ersten Blick aus wie ein normaler Laden, nur dass nichts etwas kostet. Menschen bringen Dinge vorbei, die sie nicht mehr brauchen, und andere nehmen mit, was sie gebrauchen können. Kein Geld wechselt den Besitzer, keine Kasse, keine Preisschilder. In vielen deutschen Städten gibt es solche Läden seit Jahren, oft getragen von Vereinen, Initiativen oder Nachbarschaftsgruppen.
Die Idee dahinter ist denkbar einfach: Brauchbares soll nicht im Müll landen, nur weil eine Person es nicht mehr braucht. Ein gut erhaltener Pullover, ein Stapel Bücher oder ein funktionierender Wasserkocher finden über den Umsonstladen jemanden, der sich darüber freut. Geben und Nehmen sind dabei nicht aneinander gekoppelt — wer nichts mitbringt, darf trotzdem etwas mitnehmen.
Was eine Verschenkbörse ist
Eine Verschenkbörse ist im Grunde dasselbe Prinzip, nur in anderer Form. Manchmal ist es ein Regal im Hausflur, manchmal ein Tisch auf einem Stadtteilfest, manchmal eine feste Ecke in einem Gemeindezentrum. Auch das verbreitete „Verschenkregal" oder der Karton mit der Aufschrift „zu verschenken" vor der Haustür gehören in diese Familie.
Verschenkbörsen leben von Zufall und Nähe. Man stellt etwas hin, jemand kommt vorbei, nimmt es mit. Das funktioniert wunderbar im Kleinen, hat aber eine natürliche Grenze: Es sehen nur die Menschen, die zufällig vorbeikommen. Wer am anderen Ende der Stadt genau dieses eine Regal sucht, erfährt nie davon.
Givore als digitale Verschenkbörse
Genau hier setzt Givore an. Die App nimmt den Gedanken von Umsonstladen und Verschenkbörse und macht ihn für eine ganze Stadt sichtbar. Statt darauf zu hoffen, dass jemand am richtigen Regal vorbeiläuft, sehen alle in der Umgebung auf einer Karte, was gerade zu verschenken ist.
Das Prinzip bleibt dasselbe wie im Umsonstladen: alles kostenlos, kein Handeln, kein Verkauf. Givore fügt nur die Reichweite hinzu, die ein einzelnes Regal nicht haben kann. Wer etwas abgeben möchte, stellt es mit ein paar Fotos ein. Wer etwas sucht, stöbert auf der Karte und schreibt die Person direkt an. Geben und Nehmen sind auch hier nicht aneinander gebunden — Sie dürfen mitnehmen, ohne selbst etwas eingestellt zu haben.
- Sichtbar für die ganze Stadt — nicht nur für die, die zufällig vorbeikommen.
- Immer geöffnet — Sie sind nicht an Öffnungszeiten eines Ladens gebunden.
- Direkter Kontakt — über den Chat klären Sie Abholung und Details ohne Umwege.
- Komplett kostenlos — wie im Umsonstladen kostet hier nichts etwas.
Warum die Idee so gut funktioniert
Schenken hat eine andere Qualität als Tauschen oder Verkaufen. Es entsteht kein Rechnen, kein Abwägen von Wert gegen Gegenwert. Man gibt, weil man etwas übrig hat, und jemand anders freut sich. Diese Leichtigkeit ist es, die Umsonstläden und Verschenkbörsen seit jeher tragen.
Nebenbei bleibt dabei vieles im Umlauf, das sonst zu früh zu Abfall würde. Ein Sofa, das noch bequem ist, gehört nicht auf die Deponie. Wie die Entsorgung von Sperrgut geregelt ist, kann je nach Stadt unterschiedlich sein, doch verschenken ist meistens die schönere und oft auch die einfachere Lösung. Givore macht aus dieser Idee etwas, das in jeder Nachbarschaft funktioniert, auch dort, wo es keinen festen Umsonstladen gibt.
Mitmachen in Ihrer Stadt
Givore ist in immer mehr deutschen Städten aktiv. Schauen Sie nach, was in Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf oder Leipzig gerade zu verschenken ist. Wenn Sie wissen möchten, wie Sie selbst Dinge einstellen oder kostenlose Sachen finden, lesen Sie unseren Ratgeber zum kostenlosen Finden und Abgeben.
